Wohnung renovieren: Die richtige Reihenfolge der Arbeiten

Wohnung renovieren in der richtigen Reihenfolge: Welche Gewerke zuerst kommen, was sich überschneidet und wie Sie Doppelarbeit und Schäden vermeiden.

FIX Umbau & Renovation GmbH, Eglisau · 30. Oktober 2026

Kurz gesagt

Zuerst kommen Abbruch und Rohbauarbeiten, dann Leitungen für Sanitär und Elektro, danach Trockenbau, Unterlagsboden und Plättli, zuletzt Maler, Bodenbeläge und Küche. Wer schmutzige und nasse Arbeiten vor den sauberen Arbeiten erledigt, vermeidet Schäden und Doppelarbeit. Den genauen Ablauf für Ihre Wohnung legen wir bei der kostenlosen Besichtigung fest.

Warum die Reihenfolge so wichtig ist

Bei Besichtigungen sehen wir oft Wohnungen, in denen zuerst der neue Boden verlegt wurde und danach noch Wände aufgespitzt werden mussten. Das Ergebnis: ein beschädigter Boden und doppelte Kosten.

Als Grundregel gilt: Von grob nach fein und von nass nach trocken. Was Staub, Wasser oder Schmutz erzeugt, kommt früh. Was empfindlich ist, kommt spät.

Dazu kommen Trocknungszeiten. Unterlagsboden und Verputz brauchen Zeit, bevor man sie überarbeiten darf. Diese Wartezeiten gehören in den Terminplan.

Wichtig ist auch, wer koordiniert. Wenn mehrere Firmen einzeln arbeiten, müssen Sie selbst Termine abstimmen, und Verzögerungen bei einem Gewerk ziehen die nächsten mit. Mit einem Ansprechpartner für alle Arbeiten bleibt der Überblick einfacher.

Was Sie vor dem Start klären sollten

Legen Sie fest, was Sie wirklich erneuern wollen und was bleibt. Eine klare Liste pro Raum hilft, die Gewerke zu bündeln. Wer erst während der Arbeit entscheidet, verliert meist Zeit.

Prüfen Sie auch die Lieferzeiten für Küche, Plättli, Fenster und Sanitärapparate. Diese sind oft der eigentliche Engpass und sollten bestellt sein, bevor die Handwerker kommen.

Planen Sie zudem einen Zeitpuffer ein. Bei älteren Wohnungen zeigen sich hinter Verkleidungen manchmal Überraschungen, etwa alte Leitungen oder ungleichmässige Wände. Das gehört dazu, und wir besprechen es offen, sobald es auftaucht.

  • Raumliste mit gewünschten Arbeiten erstellen
  • Lieferzeiten wichtiger Materialien abklären
  • Verwaltung bei Stockwerkeigentum informieren
  • Zeitpuffer für Unvorhergesehenes einplanen

Phase 1: Planung und Abbruch

Am Anfang stehen Besichtigung, Offerte und Terminplanung. Bei Stockwerkeigentum melden Sie die Arbeiten vorher bei der Verwaltung an, oft gibt es Vorgaben zu Lärmzeiten und Lift-Schutz.

Danach folgt der Rückbau: alte Beläge, Küche, Bad-Einrichtungen, nicht tragende Wände. Wenn Wände entfernt werden sollen, muss zuerst geklärt sein, ob sie tragend sind. Ob eine Bewilligung nötig ist, klären Sie allgemein bei der Gemeinde.

Staub gehört zu dieser Phase. Wir decken Türen und angrenzende Räume ab, wenn Sie in der Wohnung bleiben, und reinigen täglich grob. Ganz staubfrei geht es bei Abbrucharbeiten aber nicht.

Phase 2: Leitungen und Rohbau

Sobald alles offen ist, kommen Sanitär- und Elektroinstallationen. Leitungen werden in Wänden und Böden verlegt, solange man noch gut herankommt. Jetzt ist der Moment, um zusätzliche Steckdosen, Lichtauslässe oder einen anderen Standort für Anschlüsse festzulegen.

Danach schliessen die Trockenbauer Wände und Decken, und der Unterlagsboden wird eingebracht, falls er erneuert wird. Hier rechnen wir mit Trocknungszeiten von ca. mehreren Wochen, je nach Aufbau und Dicke.

Phase 3: Plättli, Maler, Böden

Plättli in Bad und Küche kommen vor den Malerarbeiten, weil beim Verlegen und Fugen Schmutz entsteht. Gespachtelte Wände werden anschliessend geschliffen und gestrichen.

Der Bodenbelag wie Parkett, Laminat oder Klickvinyl folgt nach den Malerarbeiten oder zumindest nach dem groben Streichen, damit keine Farbe auf den neuen Boden kommt. Sockelleisten setzen wir meist erst am Schluss.

Bei Plättli rechnen wir mit Aushärtezeit vor dem Fugen, bei Spachtelarbeiten mit Trocknung vor dem Schleifen. Diese Pausen nutzen wir für andere Räume, damit die Baustelle nicht stillsteht.

Phase 4: Küche, Feinarbeiten und Abnahme

Die Küche wird eingebaut, sobald Boden und Wände fertig sind. Anschlüsse für Wasser, Strom und Abluft sind dann bereits vorbereitet.

Zum Schluss folgen Montage von Steckdosen und Armaturen, Silikonfugen, Reinigung und die gemeinsame Abnahme mit Mängelliste. Was dort auffällt, wird nachgebessert.

Wie lange das Ganze dauert, hängt vom Umfang ab. Für eine Wohnungssanierung rechnen wir grob mit ca. mehreren Wochen bis wenigen Monaten. Eine verbindliche Aussage gibt es erst nach der Besichtigung.

Wenn Sie uns die Wohnung zeigen, erstellen wir einen Ablauf, der zu Ihren Terminen und Lieferzeiten passt, und besprechen, welche Arbeiten parallel laufen können.

Häufige Fragen

Kann ich Maler- und Bodenarbeiten gleichzeitig machen?

Das ist möglich, wenn der Boden gut abgedeckt wird. Meist ist es sauberer, zuerst zu streichen und den Boden danach zu verlegen.

Was kostet eine komplette Wohnungsrenovation?

Das hängt von Fläche, Zustand, Materialwahl und Installationen ab. Einen verbindlichen Preis erhalten Sie mit einer Offerte nach kostenloser Besichtigung vor Ort.

Muss ich während der Renovation ausziehen?

Bei einzelnen Räumen oft nicht. Bei Komplettrenovationen mit Bad, Küche und Boden ist ein Ausweichen für einige Zeit meist angenehmer.

Brauche ich für eine Renovation eine Bewilligung?

Das hängt von den Arbeiten ab, etwa bei Eingriffen in tragende Teile oder die Fassade. Fragen Sie bei der Gemeinde und bei Stockwerkeigentum bei der Verwaltung nach.

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