Ja, Steckdosen in der Küche lassen sich versetzen, meist mit Schlitzen in der Wand und neuer Leitungsführung. Die Arbeit gehört zu einem Küchenumbau und muss von einer Fachperson mit entsprechender Bewilligung ausgeführt und kontrolliert werden. Was es kostet, hängt von Wand, Leitungsweg und Anzahl der Stellen ab und wird in einer Offerte nach Besichtigung festgehalten.
Warum man in der Küche Steckdosen versetzt
Bei einem neuen Küchengrundriss passen die alten Steckdosen selten. Der Kühlschrank steht woanders, der Geschirrspüler rückt zur Seite, und über der Arbeitsfläche braucht es plötzlich mehr Anschlüsse als früher.
Bei Besichtigungen sehen wir oft, dass Steckdosen hinter einem neuen Hochschrank verschwinden würden oder zu tief über der Arbeitsplatte sitzen. Das lässt sich vor dem Küchenbau sauber lösen, danach nur noch mit Mühe.
- Neue Geräte wie Steamer, Backofen oder Induktionskochfeld mit eigenem Anschluss
- Steckdosen auf Arbeitshöhe statt hinter Geräten
- Verschobene Spüle oder Kochinsel
Unterputz, Aufputz oder Kabelkanal
Bei Unterputzdosen wird die Wand geschlitzt, die Leitung neu verlegt und die Dose gesetzt. Danach muss die Wand verputzt und gestrichen oder neu verplättelt werden. Das gehört zum Gesamtablauf und sollte mit den anderen Gewerken abgestimmt sein.
Aufputz ist schneller, sieht aber in einer neuen Küche selten gut aus. Wo die Wand ohnehin neu gemacht wird, etwa beim Trockenbau oder hinter neuen Plättli, ist Unterputz die sauberere Lösung.
Wandaufbau entscheidet über den Aufwand
Eine Backsteinwand verlangt andere Arbeit als eine Gipsständerwand. In Trockenbauwänden ist das Versetzen oft einfacher, weil die Leitung im Hohlraum geführt wird. In Beton oder Backstein wird geschlitzt, was mehr Staub und Zeit bedeutet.
Bei Altbauten finden wir manchmal Leitungen, die nicht dort liegen, wo man sie vermutet. Deshalb schauen wir vor Ort an, was hinter der Wand läuft, bevor wir etwas versprechen.
- Gipsständerwand: Leitung im Hohlraum
- Backstein oder Beton: Schlitze nötig
- Plättli an der Wand: Platten müssen teils geöffnet und ersetzt werden
Wer darf Elektroarbeiten ausführen
In der Schweiz dürfen Installationen an der festen Elektroanlage nur von dafür berechtigten Betrieben ausgeführt werden. Nach der Arbeit folgt eine Kontrolle und ein Sicherheitsnachweis. Selbst Hand anzulegen ist keine gute Idee, auch wenn es nur um eine einzelne Dose geht.
In einer Mietwohnung gehört ein solcher Eingriff zudem zu den baulichen Änderungen. Fragen Sie vorher bei der Verwaltung nach, ob und unter welchen Bedingungen das erlaubt ist.
Was die Kosten beeinflusst
Eine Zahl ohne Besichtigung wäre geraten. Entscheidend sind die Anzahl der Stellen, die Länge des Leitungswegs, das Wandmaterial, der Zustand der bestehenden Installation und der Aufwand für Verputz und Malerarbeiten danach.
Wir erstellen eine Offerte nach kostenloser Besichtigung. Dort sind alle Positionen aufgeführt, damit Sie sehen, was enthalten ist. Die Dauer für einzelne Steckdosen liegt meist bei ca. einem halben bis einem Tag, abhängig vom Umfang.
- Anzahl und Lage der neuen Stellen
- Wandmaterial
- Zustand der Verteilung und Sicherungen
- Nacharbeiten an Wand und Plättli
Häufige Fragen
Kann ich Steckdosen versetzen, ohne die Wand aufzustemmen?
Teilweise. Bei Trockenbauwänden oder mit Aufputzlösung geht es ohne grosse Schlitze. Bei massiven Wänden wird in der Regel geschlitzt.
Muss die Küche dafür ausgebaut sein?
Am besten ja. Wird der Küchenumbau ohnehin gemacht, versetzt man die Steckdosen vor der Montage der neuen Schränke.
Brauche ich dafür eine Bewilligung?
Eine Baubewilligung ist meist nicht nötig, in Mietwohnungen aber die Zustimmung der Verwaltung. Bei Stockwerkeigentum lohnt sich ein Blick ins Reglement.
Wer erledigt Verputz und Malerarbeiten danach?
Das lässt sich in derselben Offerte mit einplanen, damit die Arbeiten aufeinander abgestimmt sind.
Weiterlesen
Projekt besprechen
Besichtigung und Offerte sind kostenlos und unverbindlich.